Die staatliche Hochschule der Medien in Stuttgart bildet rund 3000 Studierende aus. 21 akkreditierte Bachelor- und Master-Studiengänge decken vielfältige Disziplinen der unterschiedlichen Medien ab - vom Druck bis zum Internet, von der Gestaltung bis zur Betriebswirtschaft, von der Bibliothekswissenschaft über die Informationswissenschaft bis zur Werbung.
Die Hochschule der Medien ist jetzt als einer der ersten Anwender von Open-Xchange Server 5 auf die Open-Xchange Server Edition umgestiegen. Rund 170 Studenten des HochschulRadioStuttgart (HoRadS e.V), des Studentenfernsehen Stufe und des Convergent Media Centers nutzen die Open-Xchange Server Edition. Der Open-Xchange Partner iKu Systems & Services aus Saarbrücken unterstützte die Hochschule bei der Planung und der Migration der IMAP-Daten und LDAP-Accounts. Ingo Ebel, IT-Verantwortlicher für die Groupware-Installation in der Hochschule der Medien, erläutert im Gespräch die Vorzüge der neuen Lösung und beschreibt die einzelnen Schritte der Migration.
Welche Argumente gaben bei Ihrer Entscheidung für Open-Xchange Server Edition den Ausschlag?
Zum einen kannten wir bereits Open-Xchange Server 5 als verlässliches E-Mail- und Groupwaresystem, das auf bewährten Open Source-Komponenten wie Postfix, Cyrus, Sieve und OpenLDAP basiert. Zum anderen hat uns die AJAX-basierte Benutzungsoberfläche von Open-Xchange Server 6 ebenso überzeugt wie die Möglichkeit, unseren vorhandenen E-Mail-Server weiterzunutzen. Weitere Pluspunkte sind die Integration von E-Mail und Groupware, der Import von Dokumenten über WebDAV und die vielfältigen Kalenderansichten.
Sie haben sich für den Univention Corporate Server als Linux-Plattform entschieden. Warum?
Die Kombination von Univention Corporate Server und Open-Xchange ist ein schlankes und schlüssiges Konzept. Sie bietet ein zentrales Identitymanagement auf Basis von OpenLDAP und eine einfache Administration über das Webinterface. Damit kann das System auch von einem Administrator ohne spezielle Linux-Kenntnisse betreut werden. Univention Corporate Server ist Debian-basiert und gibt uns damit die gewünschte Investitionssicherheit.
Welche Funktionen der Open-Xchange Server Edition werden von den Nutzern am häufigsten verwendet?
- E-Mail, mit der neuen Installation auch auf mehreren Domains
- Mailinglisten, also mehrere Empfänger hinter einer E-Mail-Adresse
- Gemeinsame Adressbücher
- Öffentliche Kalender, zum Beispiel zur Sendungsplanung des Hochschulradios
- Datenaustausch, zwischen den Redakteuren und Hochschulen, die am Hochschulradio beteiligt sind; Archiv für Beiträge
Bitte erläutern Sie die einzelnen Schritte der Migration von Open-Xchange Server 5 auf die Open-Xchange Server Edition
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Erstellen einer Testumgebung
Dazu haben wir einen 2. Server aufgestellt, auf diesen wurde alle Daten des produktiven UCS kopiert. Die Testumgebung wurde durch Firewallregeln vom Rest des Netzes getrennt. Darauf wurde dann OX4UCS installiert und alle Open-Xchange User in den LDAP eingepflegt sowie die IMAP-Daten vor synchronisiert.
- Update der Testumgebung auf die neuste Version der Open-Xchange Server Edition.
- Zeitfenster für Umstellung absprechen, User informieren, Sicherstellen, dass für diese Zeit kein Zugriff auf die Server geschehen.
- Umstellen. Das Testsystem wurde in das Produktionssystem umgewandelt.
Open-Xchange Server 5 und der UCS wurden abgeschaltet. Dazu wurden noch einmal alle IMAP-Daten auf die Testumgebung synchronisiert. Danach wurden die Server IP und Mailrouten geändert und die Samba Daten wurden migriert. Datenbanken und andere Einstellungen wurden übernommen sowie SSL-Zertifikate erstellt etc.
Bieten Sie spezielle Trainings und Support für die neue Lösung?
Die Nutzer sind von uns ein bisschen ins kalte Wasser geschmissen worden. Wir haben angekündigt, dass umgestellt wird und haben die Vorteile der neuen Lösung herausgehoben. Spezielle Schulungen haben wir nicht durchgeführt. Nur mit einer kleinen Gruppe sind wir alle Funktionen durchgegangen. Die meisten Studenten kommen mit dem neuen System klar, daher bieten wir nur im Bedarfsfall Support am Telefon oder per Email.
Wie wird die Open-Xchange Server Edition von den Nutzern aufgenommen?
Das neue Design und die AJAX-Weboberfläche sind durchweg positiv aufgenommen worden. Schon nach kurzer Zeit wird das neue Infostore-Modell von den Nutzern sehr geschätzt. Derzeit haben noch nicht alle User den vollen Funktionsumfang der Open-Xchange Server Edition erfasst. Es gibt für uns alle noch eine Menge zu entdecken. Ich denke, die Filtermöglichkeiten von E-Mails sowie und die Möglichkeit der Integration von UWA Widgets werden uns noch viel Spaß machen und zur Vervollständigung unserer Workflows beitragen. Das wird sicher noch sehr spannend.
Wie lief die Umstellung für Sie als Administrator?
Natürlich mussten wir uns auch erst in die Administration der Groupware einarbeiten und dabei so manches Hindernis bewältigen, z.B. mussten wir herausfinden, wie wir die Standardeinstellung von 10 MB für den Upload in den Infostore hochsetzen. Nachdem das System jetzt zur Zufriedenheit aller läuft, machen wir uns an Designanpassungen und nehmen Erweiterungen in Form von UWA Widgets vor. Gespannt sind wir auf Ergebnisse der Kooperation von Open-Xchange mit O3SIS. Wenn hier eine fertige Lösung existiert, werden wir noch einen O3SIS-Server installieren, damit können dann die Groupwaredaten auch auf SyncML-fähige Entgeräte und iPhones oder Blackberrys synchronisiert werden.